Der Vicious Circle of Veganism oder Fleisch bringt's

Nein, es muss nicht immer Fleisch sein. Unser Abendessen muss nicht einmal warm, oder jemals erhitzt worden sein. Das klingt jetzt schon fast zu weit hergeholt, oder?

 

CRUE ART ist keine Gegenbewegung noch ein Projekt gesellschaftlicher Abgrenzung für unkonventionelle Ernährungsweise. Das Unternehmen zeigt vielmehr auf, was sich viele nicht einmal in ihren wärmsten Träumen vorstellen könnten: Ein kulinarisches Highlight – roh und vegan. Eine Alternative, die vielmehr an- und nicht aufregen soll. Das mag sich für manche unter euch trotzdem so verrückt und anmaßend lesen, dass ihr euch am liebsten trotzig ein blutiges Steak in die Pfanne schupfen würdet. Nur zu! Um uns eine lange und ergebnislose Kontroverse über den Fleischkonsum und dessen Wirkung auf den menschlichen Körper zu ersparen, beschränkt sich dieser Eintrag auf das für viele wichtigste bei der Nahrungsaufnahme: den Geschmack

 

Denkt an etwas Frisches, Intensives. Es soll nicht üppig sein, aber herrlich in Konsistenz und Abgang. Leicht sauer, etwas süßlich, aber ausgewogen und delikat. Beißt du hinein, entfaltet es eine wunderbar abgestimmte Würze. Etwas so leckeres, für das sich sogar eure Großmutter feiern würde. Nun, an was denkt ihr? Also ich spreche hier von einer leckeren Rohkost-Bowl. Rucola, Lollo Rosso, knallrote Tomaten, Linsen, Humus, Avocado, Granatapfel, Walnüsse sowie ein schön derbes und dennoch prickelndes Dressing. Nein, da ist auch nicht einmal rohes Fleisch drin. Ganz vegan und roh sozusagen. Beide Begriffe klingen leider selbst in meinem Kopf unpassend. Bei Vegan kommt mir das Museumstraßen-Inventar vor dem Kleiderbauer, das mehr beängstigt als animiert, oder das Vegan-Fitspo-Girl auf Instagram, die uns ihre abscheuliche Diät aufoktroyieren will, in den Sinn. Bei Roh einfach nur irgendetwas Unfertiges. Meine rohvegane Bowl hat damit jedoch nichts zu tun –  die ist köstlich und das ist es ja, was am Ende zählt. Oder?

 

Ich persönlich ernähre mich keinesfalls nur von Rohkost und bin auch nicht vegan. Ich glaube allerdings an folgendes: Integriere ich die Prinzipien von CRUE ART in meinen Alltag, profitieren wir alle davon. Habt ihr schon einmal Ergebnisse von Studien, welche sich mit der menschlichen Gesundheit auseinandersetzen, kritisch hinterfragt? Veganer haben da grundsätzlich immer die Nase vorn, haben eine längere Lebenserwartung und bessere Leistungsfähigkeit. Ich behaupte, dass das wenig mit der veganen Ernährung selbst zu tun hat, sondern viel mehr mit der Lebenseinstellung an sich. Veganer haben häufig viel mehr Bewusstsein für Gesundheit. Ist jemand vegan, so tendiert er zwangsläufig dazu, sich generell mehr Gedanken über Ernährung zu machen und durch diesen Prozess wird natürlich Wissen angeeignet. Veganer achten also eher darauf, was sie ihrem Körper anmaßen oder antun, weil sie sich in erster Linie damit auseinandersetzen. Alkohol oder Zigaretten? Nein Digga, lass lieber glutenfreien und entkoffeinierten Bio-Vega-Tee trinken! Um dem Titel einen Sinn zu geben, nennen wir dieses Verhalten jetzt Vicious Circle of Veganism.

 

"This offends me as a vegan transgender atheist german engineer who vapes organic decaffeinated compressed soy breast milk on the regular and a person who does indian naked crossfit yoga 5 times per week."

 

Der Heiße Brei in nuce: Essen ist für uns lebensnotwendig und für viele sogar Hobby oder Berufung. Wir tun uns also alle Gutes, wenn wir dabei Neues ausprobieren, schlechte Gewohnheiten ablegen und Vorurteilen keine Chance geben. Wie überall im Leben. Hauptsache schmecken tuat's!